Albert Schweitzer – der Namensgeber unserer Schule und ein außergewöhnlicher Mensch, über den es sich lohnt, einiges zu erfahren.

Foto: Franziska

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Prof. Dr. Albert Schweitzer wurde am 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Oberelsass (im heutigen Frankreich) geboren und starb am 4. September 1965 in Lambarene. Er wurde 90 Jahre alt. Er war Arzt, evangelischer Theologe, Philosoph und Organist. Als Pazifist lehnte er Krieg und bewaffnete Konflikte ab.

Schon im Alter von fünf Jahren begann er Klavier zu spielen. Sein Lieblingskomponist war Johann Sebastian Bach. Noch im Jahr seiner Geburt zogen seine Familie und er nach Günsbach im Elsass. Zur Schule ging er in Mühlhausen, wo er auch Deutsch lernte und sein Abitur absolvierte. Anschließend studierte er 1893 Theologie, Philosophie und Musiktheorie in Straßburg und Paris. Albert Schweitzer bekam insgesamt drei Doktortitel verliehen und war Dozent und Professor. 1899 erhielt er den Doktortitel der Philosophie, 1900 in Theologie. 1902 wurde er Professor der Theologie und 1913 Doktor der Medizin. 1912 heiratete er Helene Bresslau, die den Nachnamen „Schweitzer“ annahm. Seine Ehefrau wurde am 25. Januar 1879 in Berlin geboren. Sie starb am 1. Juni 1957 in Zürich. Beerdigt wurde sie aber in Lambarene.

1913 reisten Albert Schweitzer und seine Frau nach Gabun. Mitten im afrikanischen Regenwald bauten sie ein Krankenhaus und später ein ganzes Dorf auf. Ein Hühnerstall war der erste Behandlungsraum für Kranke, Schwangere und hungernde Kinder. Albert Schweitzer operierte Tag und Nacht und rettete viele Menschenleben. Dafür mussten jedoch seine Angehörigen mithelfen, Bäume zu fällen und Hütten zu bauen.

Albert Schweitzer konnte auch laut und ungeduldig werden und erwartete von seinen Mitmenschen eiserne Disziplin. 1914, mit Beginn des ersten Weltkrieges, wurden er und seine Frau von der französischen Armee unter Hausarrest gestellt. 1917 wurden sie festgenommen und von Afrika nach Bordeaux, Garaison und dann nach St. Rémy de Provence überführt. Der Grund für die Gefangenschaft war, dass Albert Schweitzer und seine Frau deutsche Staatsbürger waren. Dort blieben sie bis Juli 1918 interniert. Aus dieser Zeit stammt eines von Schweitzers berühmtesten Zitaten: „Ehrfurcht vor dem Leben umfasst Pflanzen, Tiere und Menschen“. Diesen Satz habt Ihr bestimmt schon im Treppenhaus unserer Schule über der Büste Albert Schweitzers gelesen. Dies bedeutet, dass wir genauso viel Achtung vor Pflanzen und Tieren haben sollen wie vor unserem eigenem Leben. Das heißt, dass wir mit der Natur und den Tieren verantwortungsvoll umgehen und sie beschützen sollen, anstatt sie zu vernichten.

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In einer Dokumentation berichtete Schweitzer, dass er als kleiner Junge von einem Freund überredet wurde, mit einer Steinschleuder auf Tauben zu schießen. Er nahm daraufhin die Schleuder in die Hand und legte sie nach kurzer Zeit jedoch wieder weg, weil er es nicht zulassen konnte, eine dieser Tauben zu töten. Er meinte, wenn die Natur leide, dann leide auch er. Aus der gleichen Zeit stammt auch der Satz: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“

Am 14. Januar 1919 kam Rhena, die Tochter von Albert und Helene Schweitzer, in Straßburg auf die Welt. Auch sie arbeitete später im afrikanischen Hospital mit. Sie verstarb am 22. Februar 2009 in Los Angeles.

Für seine erneuten Reisen nach Lambarene musste Albert Schweitzer Geld sammeln und konnte Dank des schwedischen Bischofs Vorträge und Orgelkonzerte in der Schweiz, in Schweden, in England und in Dänemark halten. Außerdem schrieb er ein Jahr später sein berühmtes Buch „Zwischen Wasser und Urwald". Nachdem er 1924 wieder genügend Geld für die Reise und den Weiterbau seines Hospitals zusammenhatte, fuhr er wieder nach Lambarene und es folgten noch weitere 12 Reisen. 1928 bekam er in Frankfurt den Goethepreis verliehen. In Oslo erhielt er 1953 eine der höchsten Auszeichnungen, die ein Mensch erhalten kann, den Friedensnobelpreis, rückwirkend für das Jahr 1952. Vier Jahre später setzte er sich im Radio von Oslo für die atomare Abrüstung ein und seine Reden wurden im Buch „Frieden oder Atomkrieg“ veröffentlicht.

1959 starb der dreifache Doktor und Professor noch vor Mitternacht und wurde am darauf folgenden Tag neben seiner Frau Helene beigesetzt. Wie Ihr seht, war Albert Schweitzer nicht nur ein außergewöhnlicher Mensch und Namensgeber unserer Schule, sondern er wurde durch seinen Einsatz für den Frieden und durch seine Zitate in der ganzen Welt hoch angesehen. Im Treppenhaus unserer Schule, seht Ihr unter der Büste Albert Schweitzers zwei große Briefe. Diese erhielt die ASS noch zu Lebzeiten Schweitzers, weil dieser erfahren hatte, dass eine Schule nach ihm benannt würde.

Wenn Ihr mehr über ihn erfahren wollt, könnt Ihr auch das Deutsche Albert-Schweitzer-Zentrum in Frankfurt besuchen. Oder Ihr schaut euch im Erdgeschoss der Schule an der Wand die Zusammenfassung von Herrn Diebold an. Außerdem könnt Ihr die CD „Albert Schweitzer - der Organist“ oder eines seiner Bücher im Handel kaufen.

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