Kickers Offenbach – ein Verein mit Geschichte, Tradition und Leidenschaft. Der offizielle Name des Vereins lautet „Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e. V.“, oft abgekürzt als „OFC“ oder „Kickers“. Seit der Saison 2013/14 spielt der OFC in der Regionalliga Südwest, welche der 4. Liga entspricht.

Der OFC trägt seine Heimspiele in dem seit Sommer 2012 fertiggestellten Sparda-Bank-Hessen-Stadion aus, das unter den Fans immer noch als „Stadion (am) Bieberer Berg“ bezeichnet wird. Insgesamt fasst es 20.500 Besucher mit der Möglichkeit, es auf 22.500 Plätze zu erweitern. Vereinstrainer ist Rico Schmitt, er trainiert die Mannschaft seit 2013.

Wie in jedem Fußballverein existieren in der Fangemeinde des OFC Rivalitäten und Freundschaften. Große Rivalitäten herrschen gegenüber Eintracht Frankfurt, Waldhof Mannheim und dem SV Darmstadt 98. Im Mai 1999 eskalierte diese Rivalität bei einem Spiel auf dem Bieberer Berg gegen Waldhof Mannheim. Dabei gab es zahlreiche Schwerverletzte und jede Menge Krawall – Hooligans aus ganz Deutschland waren angereist. Hierüber berichteten die Medien bundesweit, waren es doch die bisher schwersten Fußballkrawalle in Deutschland. Jedoch pflegt der OFC auch Fanfreundschaften zum Erstligisten Bayer Leverkusen, zu Rot-Weiß Essen und zum Karlsruher SC.

In der Vergangenheit spielten für die Kickers auch heutige Prominente, wie etwa der ehemalige Teamchef der deutschen Nationalmannschaft Rudi Völler. Völler spielte zwei Jahre lang, von 1977 bis 1980, für den OFC und absolvierte 73 Spiele, in denen er 19 Tore schoss. 13 Jahre später gewann er die Champions League mit Olympique Marseille und wurde 1990 schließlich mit Deutschland Weltmeister. Seit 2005 ist er als Sportdirektor beim Bundesligisten Bayer Leverkusen aktiv. Weitere bekannte Persönlichkeiten des OFCs sind Hermann Nuber und Waldemar Klein. Klein war Ehrenpräsident der Kickers, nach ihm wurden sogar der Platz vor dem Sparda-Bank-Hessen-Stadion sowie die legendäre Stehtribüne benannt. Sein berühmter Ausspruch „Der OFC wird niemals untergehen!“ stellt bis heute ein wichtiges Motto des Vereins dar und gewann gerade in Zeiten der Insolvenz und des Zwangsabstiegs immer mehr an Bedeutung. Nuber war von 1953 bis 1971 Abwehrspieler der Kickers und gilt als Symbol der Treue und Liebe zu seinem Verein. Zusammen mit Klein holte er viele talentierte Spieler, wie etwa Rudi Völler, nach Offenbach.

Die Kickers haben, wie oben schon erwähnt, eine lange Tradition. 1899 wurde der Verein gegründet, jedoch musste sich der Club wegen finanzieller Schwierigkeiten 1901 als „Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e. V“ neu formieren.

Zurzeit spielen die Kickers in einer der unteren Ligen, der Regionalliga Südwest. Der OFC erlebte allerdings auch schon bessere Zeiten. So gehörte der Club in der Geschichte der Kickers jahrelang der Bundesliga und der 2. Bundesliga an. Insgesamt spielten sie sieben Jahre in Deutschlands höchster Spielklasse und feierten dort große Erfolge. Zum Beispiel gewannen sie 1974 mit 6:0 gegen den FC Bayern München – ein heutzutage eher unvorstellbares Ergebnis. Für den FCB spielten berühmte Spieler wie Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß und Gerd Müller. Müller wurde im gleichen Jahr mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. Aber auch für den OFC spielten Legenden, wie etwa Erwin Kostedde, der mit 52 Toren Rekordtorschütze der Kickers ist und auch in diesem Spiel mit zwei Toren seinen Titel verteidigte. Nach ihm wurde das OFC-Fanmagazin „ERWIN“ benannt, das 1995 erstmals erschien. Zwar wurde zwölf Jahre später der Druck eingestellt, doch erscheint es seit 2013 wieder. Das Magazin sollte wie 1995 Hoffnung und Zuversicht in der schwierigen Phase des Vereins spenden.

Auch in der 2. Bundesliga schrieben die Kickers Geschichte. Sie gewannen 1970 als erster Zweitligist den DFB-Pokal gegen den 1. FC Köln mit 2:1. In der deutschen Fußballgeschichte galt dies regelrecht als Sensation und bildet den bisher höchsten Vereinserfolg der Kickers. Jedes Mal, wenn sie im DFB Pokal weit gekommen sind, erwachen die Emotionen aus der Vergangenheit und jeder Kickers-Fan hat den Traum von einem erneuten Pokal-Sieg vor Augen. In der Saison 2012/13 standen die Kickers als Drittligist im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Erstligisten VfL Wolfsburg und unterlagen nur knapp mit 2:1. Zuvor hatte der OFC die Zweitligisten Greuther Fürth und Union Berlin sowie den Erstligisten Fortuna Düsseldorf besiegt und war wieder einmal als „Pokalschreck vom Bieberer Berg“ in den Medien zu hören. Doch hatte der OFC in dieser Saison nicht nur mit dem Abstieg zu kämpfen, auch finanziell wurde die Lage immer kritischer, sodass der DFB den Kickers nicht die Lizenz für die 3. Liga erteilte und sie somit in die Regionalliga „zwangsabsteigen“ mussten. Daraufhin spielten sie in der nächsten Saison nicht nur eine Liga tiefer, sondern mussten noch im gleichen Jahr ein Insolvenzverfahren eröffnen, welches vor wenigen Monaten abgeschlossen wurde. Nach zwei Jahren Regionalliga sind die Kickers in der jetzigen Saison Meister der Regionalliga Südwest und nehmen an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga teil. Jede „Kickersnase“ wünscht sich nichts Sehnsüchtigeres als den Aufstieg in eine bundesweite Liga, von der man dann – hoffentlich in naher Zukunft – endlich wieder auf der „großen Fußballbühne“ der 2. Liga mitspielen darf.

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