Jeden Morgen begeben sich knapp 1200 Schüler und knapp 100 Lehrer zum Vertretungsplan der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), bestehend aus aneinandergeklebten Papierseiten. Schon seit Jahren wünschen sich Schüler und auch einige Lehrer einen Online-Vertretungsplan, auf den man mit einem individuellen Passwort im Internet zugreifen kann, um schon vor Schulbeginn Einsicht auf den Vertretungsplan zu erhalten.

Foto: Emilia (Q2)

Wer kennt die Erfahrung als Oberstufenschüler nicht? Müde, erschöpft und vielleicht auch etwas demotiviert kommt man zur ersten Stunde in die Schule und der Vertretungsplan stellt für manche Schüler der letzte Hoffnungsfunke des Tages dar. Allerdings bahnt sich beim Lesen des Vertretungsplans sehr oft Wut an: Die ersten zwei Stunden – oder sogar mehr – entfallen. Man hätte länger schlafen können und Schüler, die aus Offenbach und Umgebung anreisen, wie etwa aus Mühlheim, Obertshausen oder Heusenstamm, könnten diese Zeit effektiver nutzen, anstatt mehrmals am Tag die Zeit unnötig in lange Hin- und Rückfahrten zu investieren. Diese Zeit sitzt man stattdessen sinnlos in der Mensa ab – meist liegt so kurzfristig noch kein Arbeitsauftrag vor und in den ersten zwei Stunden stehen auch noch keine Hausaufgaben an, die man erledigen könnte. Gleiches gilt aber auch, wenn nicht die Randstunde, sondern bspw. die dritte und vierte Stunde entfallen. Man könnte diese Zeit sinnvoll nutzen und beispielsweise Hausaufgaben erledigen oder sich auf Klausuren vorbereiten. Dafür benötigt man allerdings Unterrichtsmaterialien, die man nicht täglich mitnimmt. Mithilfe des Online-Vertretungsplanes wäre dies hingegen möglich und man könnte am Tag zuvor überlegen, welche Aufgaben man in der Zwischenzeit erledigen könnte und nimmt dann die entsprechenden Materialien mit. Neben der Verbesserung der Organisation schulischer Angelegenheiten wäre es auch möglich, privat den Alltag mit Blick auf Verabredungen, familiäre Aufgaben, Arztbesuche, Freizeittermine, wie Training, zu planen, wenn etwa der Nachmittagsunterricht entfällt. Durch den Zugriff auf einen Online-Vertretungsplan würde man organisierter und gezielter den Tag angehen und ihn vor allem auch effizienter nutzen.

Allerdings besitzt der Online-Vertretungsplan nicht nur attraktive Vorteile auf der Schülerseite, auch Lehrer würden davon profitieren. Nachdem man als Schüler die stressige Klausurphase überwunden hat, steht für Lehrer hingegen die Korrekturphase an. Die Zeit zum Korrigieren muss auch eingeplant werden und Lehrer teilen sich diese z. B. in Freistunden ein. Am nächsten Morgen kann der Lehrer allerdings unerwartet eine Vertretung in einer Klasse übernehmen und somit nicht mehr, wie zuvor geplant, die Klausuren korrigieren und das Zeitmanagement wird durcheinandergebracht. Durch einen Online-Vertretungsplan könnten auch hier die Lehrer organisierter in den Tag starten und besser planen, zu welchem Zeitpunkt sie noch ausstehende Aufgaben, wie Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen, erledigen können. Des Weiteren ist es für Lehrer auch interessant, wenn sie etwa auf einer Fortbildung sind, vorher zu wissen, welche Lehrer in ihren Kursen die Vertretungsstunde übernehmen. Dementsprechend könnte man Arbeitsaufträge anpassen. Schließlich könnten die Schüler in einer Spanischvertretungsstunde mit einem Spanischlehrer andere Aufträge erledigen als mit einem Mathelehrer. Es wäre sogar möglich in Absprache mit dem Fachlehrer den Unterricht einfach fortzuführen. Umgekehrt ist es als Lehrer ebenfalls interessant zu wissen, welcher Lehrer am Tag zuvor in der Stunde die Vertretung übernommen hat, um eine Rückmeldung über die Klasse und die erarbeiteten Aufgaben zu erhalten. Darüber hinaus passen Lehrer ihr Unterrichtsprogramm an das Konzept der Mitbetreuung an. Als Lehrer hat man zur gleichen Zeit zwei Klassen und trägt für beide die Verantwortung, wodurch Lehrer regelmäßig während der Stunde nach der anderen Klasse schauen müssen und dementsprechend ihren Unterricht und ihre Aufgaben daran anpassen müssen.

Neben Schülern und Lehrern dürfte der Online-Vertretungsplan auch auf ein deutliches Interesse der Eltern stoßen. Eltern könnten den Alltag in Abhängigkeit vom Beruf besser planen und ihr Kind von der Schule abholen. Des Weiteren resultiert daraus auch eine Art Kontrollfunktion, um zu überprüfen, ob die Kinder wirklich keinen Unterricht haben oder schwänzen.

Zusammenfassend würde der Online-Vertretungsplan zahlreiche Vorteile sowohl aus Schüler-, Lehrer- oder auch Elternsicht mit sich bringen. Man startet informierter, durchdachter und organisierter in den Tag und kann seine Frei-, Vertretungs- und Unterrichtsstunden sowie den Alltag besser planen und effizienter nutzen. Es wäre eine große Bereicherung für unsere Schule und der nächste Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung. Unsere Schulsprecherin Lara Faust setzt sich maßgeblich dafür ein, den Online-Vertretungsplan zu realisieren. Es wurde bereits eine Unterschriftensammlung unter Schülern organisiert und über 300 Unterschriften gesammelt. In Kooperation mit dem Schulelternbeirat Herrn Fischbach gibt es nun auch eine Online-Petition für Eltern. Unter http://doodle.com/poll/wiyd2tzeqmsaaxb3 können Eltern mit ihrem Familiennamen an einer Unterschriftenaktion des Elternbeirates und der SV teilnehmen und sich damit für einen Online-Vertretungsplan aussprechen. Diese Petition wird zusammen mit den gesammelten Unterschriften der Schüler auf der nächsten Gesamtkonferenz am 14.03.2017 überreicht. Die Petition stellt eine wichtige Unterstützung dar, um den Vertretungsplan zu realisieren! Jeder Eintrag zählt!

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