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Haben Sie sich gut an der ASS eingelebt?
Ja, ein Jahr braucht man schon, um anzukommen, aber ansonsten habe ich mich in der Zwischenzeit gut eingelebt.

Wollten Sie schon immer unterrichten? Waren Mathematik und Chemie bereits zu Ihrer Schulzeit Ihre Lieblingsfächer?
Ja, in der Tat entschied ich mich schon in der 10. Klasse für die Leistungskurse in Chemie und Mathematik. Da diese meine Lieblingsfächer waren, war somit nie in Frage gestellt, welchen Beruf ich später einmal ausüben werde.

Foto: Ariana

An welchen Schulen waren Sie vorher? Wo sehen Sie Unterschiede zwischen der Universität und Schule?
Mein Referendariat absolvierte ich am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel, welches auch meine einzige Schule war. Der Unterschied zwischen Universität und Schule liegt darin, dass in der Universität Inhalte vermittelt werden, die man im Schulalltag weniger braucht. Erst im Schulleben sammelt man die Erfahrung, die man wirklich zum Unterrichten benötigt.

Können Sie uns Ihre Chemie-AG vorstellen?
Inzwischen heißt sie „AG Mint-Wettbewerbe“, dies hat sich dieses Jahr geändert. Die AG ist offen für alle naturwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler, die gerne über den Unterricht hinaus an Wettbewerben teilnehmen möchten. Egal, ob man sich für einen Chemie-, Mathematik- oder Biologiewettbewerb interessiert, gerne kann man mit allen Ideen zu mir kommen. Man muss nicht zwingend eine Idee haben, wir können auch gemeinsam nach einem passenden Wettbewerb suchen. Man kann jederzeit dazustoßen und mich diesbezüglich einfach ansprechen.

Inwiefern finden Sie fächerübergreifenden Unterricht sinnvoll?
In Chemie merke ich selbst sehr oft, dass die Mathematik sehr wichtig und sinnvoll ist. Auf der anderen Seite gibt sie der Mathematik einen Sinn. Das ist sehr schön, wenn man beide Fächer unterrichtet, aber in der Chemie finde ich es ebenfalls sehr wichtig, die historischen Hintergründe zu beleuchten: zum Beispiel bei chemischen Einsätzen in Kriegen. Aber auch in Entwicklungen der Zeit spielt Geschichte immer wieder eine große Rolle im Unterricht.

Finden Sie, dass Serien, wie etwa „Breaking Bad“, den Schülerinnen und Schülern beim Lernen helfen?
Ich denke, dass sie helfen, das Fach Chemie zu unterrichten. Ob sie beim Lernen wirklich helfen, weiß ich nicht, da es nur wenige Inhalte gibt, die man beispielsweise für Klassenarbeiten und Klausuren nutzen kann. Die Serie weckt aber die Neugier und man möchte mehr über bestimmte Reaktionen erfahren, wie z.B.: Kann ich wirklich eine Badewanne auflösen? Kann ich durch die Decke fallen? Gibt es Knallsilber wirklich? All diese Fragestellungen sind chemisch fundiert, weshalb man die Inhalte im Unterricht in der Tat aufgreifen kann. Ich denke, dass das naturwissenschaftliche Interesse sehr bedeutsam ist, und gerade hier tragen Serien einen großen Teil dazu bei.

Was mochten Sie an Ihrem Mathematik-/Chemielehrer nicht, was Sie jetzt anders machen würden?
Damals wählte ich in der Tat meine Lehrer; bei uns war bereits im Vorfeld klar, welcher Lehrer und welche Lehrerin einen Leistungskurs anbieten würde. Dementsprechend wählte ich diejenigen, die ich wirklich sehr mochte und an denen ich wenig auszusetzen hatte. Um ehrlich zu sein, würde ich mich freuen, wenn ich ansatzweise wie meine Lehrer sein könnte. Das wäre eher mein Ziel, anstatt etwas zu verändern.

Welche Art von Lehrerin möchten Sie sein?
Auf der einen Seite möchte ich sehr gerne den Spaß am Fach vermitteln, dass man alles nicht so ernst und trocken sieht, ein bisschen wacher durch den Alltag geht, gerade in Chemie, und merkt, was einen umgibt. Auf der anderen Seite kann man als Chemie- und Mathelehrer nicht „die gute Freundin“ während der Schulzeit sein, da man jene Fächer unterrichtet, die von den Schülerinnen und Schülern eher weniger bevorzugt werden. Freuen würde ich mich, wenn später einmal jemand an der Uni oder im Ausbildungsberuf feststellt, dass er oder sie gut vorbereitet ist und das vermittelt bekam, was er oder sie jetzt wirklich braucht.

Was würden Sie Schülerinnen und Schülern auf den Weg mitgeben, wenn diese ebenfalls Lehrerin oder Lehrer werden möchten?
Es ist ein langer Weg, Lehrer zu werden. Man muss fünf Jahre studieren und ein zweijähriges Referendariat absolvieren. Bis man also endlich das machen kann, was man sich vorgenommen hatte, vergeht viel Zeit. Daher muss man viel Durchhaltevermögen zeigen und sich stets das Ziel vor Augen halten. Aber es macht unglaublich viel Spaß, wenn man einmal im Beruf angekommen ist. Es lohnt sich dafür zu arbeiten. Das einzige, das man sich vorher gut überlegen sollte, ist die Fächerwahl. Später werden nämlich einige überrascht sein, wenn viele Aufgaben auf sie zukommen, mit denen sie gar nicht gerechnet hatten. So nimmt man als Schüler oder Schülerin zum Beispiel die Korrekturarbeit oder auch die Sonderaufgaben, wie etwa die Organisation von Festen oder Aktivitäten, weniger wahr. Es ist wichtig, dass man diesen Herausforderungen offenen Auges entgegentritt.

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