Offenbach. Vielen Schülern fällt es schwer, sich auf die Schule zu konzentrieren oder sie wissen nicht, dass es hilfreich ist, sich auf bestimmte Unterrichtsfächer vorzubereiten.

Jeden Morgen dasselbe: aufstehen, halbwegs die Haare richten und unwillig und müde den Physikunterricht bei Herrn Müller* besuchen, um mit verschlafenen Augen zuzusehen, wie der Lehrer Formeln an die Tafel schreibt. Dabei ist ein Fragezeichen in jedem Schülergesicht unübersehbar. In diesem Moment wäre Sport oder Erdkunde ein erfolgversprechenderes Fach, da diese Fächer ohnehin unwichtiger sind und dafür nicht zu viel zu tun ist. Später dann im Erdkundeunterricht folgendes Szenario: Herr Schäfer* teilt die geschriebenen Arbeiten aus, die leider schlechter ausfielen, als gedacht. Was nun?   
           
Die Antwort liegt auf der Hand: Mit rechtzeitigem Lernen wäre dies nicht passiert! Auch vermeintlich unwichtige Fächer können nützen, wenn es um den Ausgleich einer schlechten Zeugnisnote geht. Auch inhaltlich sind diese Fächer von Bedeutung, da später im Fall des Erdkundeunterrichts Hauptstädte, Länder oder Längen- und Breitengrade bekannt sein müssen. Es mag sein, dass sich Schüler nicht für alle Fächer interessieren, sie sollten aber bedenken, dass es neben körperlich aktiven Fächern wie Sport noch andere Unterrichtsfächer gibt, die nicht nur für die Schule, sondern auch für das spätere Leben zählen. Nachdenken und lernen kann dabei nicht schaden.

Vor allem in den Hauptfächern, wie zum Beispiel in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen (Englisch, Spanisch, Französisch und/oder Latein) sollte nicht nur im Unterricht Acht gegeben werden. Deutsch ist ohnehin ein wichtiges Fach, denn es ist unumgänglich, sich in der eigenen Sprache vernünftig ausdrücken zu können. Mathematik fördert das logische Denken und ist auf alltägliche Situationen gut anzuwenden, so etwa beim Einkaufen oder Bezahlen von Rechnungen. Eine Fremdsprache zu beherrschen räumt einen Vorteil ein, denn, wer sie fließend beherrscht, kann sich nicht nur mit den Einheimischen verständigen, sondern sogar in verschiedenen Ländern studieren oder arbeiten.

An erster Stelle für jeden Schüler stehen jedoch die Noten für die Versetzung. Hierbei ist es wichtig, sich nicht nur im mündlichen, sondern auch schriftlichen Bereich anzustrengen. Die Endnote setzt sich nämlich aus beiden Teilen zusammen: Das Mündliche zählt 60% (bei einigen Lehrern auch 70%) und das Schriftliche 40% (bzw. 30%). In einem Halbjahr werden in den Hauptfächern je nach Jahrgangsstufe zwei bis drei Klassenarbeiten geschrieben, in den Nebenfächern mindestens eine Lernkontrolle. Schlechte Noten in den ersten Arbeiten können so mit besseren, von Arbeiten, die noch geschrieben werden, ausgeglichen werden. Und wer auch da versagt, sollte den Kopf nicht hängen lassen. Es gibt bestimmt ein Fach, in dem eine gute Leistung abgeliefert werden kann.

* Namen von der Redaktion geändert.

Von Madiha Sadat